Therapie : HCV Genotyp 3c

Die Hepatitis C ist nur per direktem Blutkontakt übertragbar. Aus diesem Grund sind im Gegensatz zu Hepatitis A und B keine besonderen Ansteckungsgefahren für meine Bekannten zu befürchten.

Ich nehme an einer Studie teil, die dazu dient, bessere Heilungschancen für Hepatitis C zu erreichen.

Innerhalb der Hepatistis C unterscheidet man weiterhin die Genotypen. Ich leide unter dem Genotyp 3c, dessen Heilungschancen sehr hoch anzusehen sind.

Auch ist die Therapiedauer mit 6 Monaten bei diesem Typ kurz.

 

Ich nehme täglich 5 Tabletten (Ribavirin) und spritze 9µG Interferon Alphacon-1 unter die Haut.

Feeling-Werte: 1 = sehr schlecht ; 10 = sehr gut

 Datum

 Text

 Feeling

 Bemerkungen

 06.03.2003

 Virenlast

 

 > 500000

 06.03.2003

 Beginn der Therapie

 10

 Erstmalig im Leben eine Spritze
 selbst verabreicht.

 07.03.2003

 Nachts Schüttelfrost, Tagsüber Kopfweh

 6

 Durch Paracetamol Besserung

 08.03.2003

 Leichtes Kopfweh (war bis 3:00 Uhr unterwegs...)

 8

 wenn's so bleibt, ist's optimal

 09.03.2003

 Kopfweh und Mattscheibe im Hirn

 7

 Man nennt's auch "belämmert sein"

 10.03.2003

 Ständiges langsames "Bergab"

 6

 Kann nur 4 Std. arbeiten

 11.03.2003

 Bin total down

 4

 Nur 2 Stunden arbeitsfähig

 13.03.2003

 Besser !!!

 7

 Aber noch Krank geschrieben...

 15.03.2003

 Stand bleibt stabil

 7

 Niedergeschlagen, belämmert...

 16.03.2003

 Stabil

 7

 Bisschen besser

 18.03.2003

 Viel besseres Wohlbefinden

 9

 Schlafe nur von 6:00 bis 12:00 Uhr

 19.03.2003

 Erheblich schlechter

 6

 Kaum geschlafen, Schwindel, belämmert

 20.03.2003

 Na, ja...

 7

 

 21.03.2003

 Fühle mich fast super

 9

 Bis auf morgens...

 24.03.2003

 Heute wieder äußerst mieß

 4

 Bis 14:00 Uhr im Bett, 2 Std. arbeiten

 25.03.2003

 Besser

 6

 

 27.03.2003

 OK

 7

 

 08.07.2003

 Siehe unten*

 3 - 9

 Nur noch 2 Monate :-)))
 Bin jetzt um ca. 15 Kg leichter als bei
 Therapiebeginn

 28.08.2003

 Ende der Therapie

 7

 Abschluss war erfolgreich

 bis ca.
 09.09.2003

 Der Enzug...

 5

 Anscheinend gewöhnt man sich an das
 Zeug mehr als ich gedacht hab.
 Wenigstens kann ich langsam aber sicher
 wieder durchschlafen.

So, nun kann ich sagen, dass es mir wirklich bessergeht. Ich fühle mich sogar besser als vor Therapiebeginn. Die Schlappheit, die ich die Letzten Jahre verspührt hab und die ich sogar als "normal" Empfand ist nun verschwunden.

Nur, dass ich nun wieder Zunehme, empfinde ich als leicht störend.

Während der Therapie habe ich endlich das Gefühl kennengelernt "Satt" zu sein. Es ging einfach nicht mehr runter als das, was mein Körper auch brauchte. Das ist nun wieder wie Weggeblasen, und ich esse nun wieder wie es sich für jemand gehört, dem ca. 1,5 Meter Darm fehlen und ein Stoma hat.

 

Eigentlich schade...

Bemerkungen:

* = Ich habe eine längere Zeit nicht mehr dokumentiert weil sich keine Änderungen zur obigen Tabelle ergeben haben. Ich denke einfach, dass es sonst zu langweilig geworden wäre.

Alles in allem Fühle ich mich meistens müde, schlapp und vor allem bin ich aggressiv gegenüber alles und jeden.

Ich hoffe ihr nehmt mir das nicht übel, ich gelobe Besserung !!!

Mit Schlafstörungen hab ich nur in sofern Probleme, als das ich, wenn ich vor 2 Uhr ins Bett gehe nicht schlafen kann. Morgens komme ich Grundsätzlich nicht vor 10 Uhr aus der Falle.